ADAC warnt Urlauberinnen und Urlauber vor Spiegeltrick in Italien
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ADAC warnt Urlauberinnen und Urlauber vor Spiegeltrick in Italien

Betrügerische Unfallvortäuschung

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28. August 2026

Im Sommer 2026 warnt der ADAC erneut vor der weit verbreiteten Betrugsmasche namens Spiegeltrick bei Autofahrerinnen und Autofahrern in Italien. In beliebten Urlaubsregionen – etwa rund um die obere Adria sowie Toskanastecken – täuschen Kriminelle absichtlich einen Knall vor, werfen dabei zum Beispiel einen Stein gegen das fahrende Auto und behaupten anschließend, der Außenspiegel ihres Fahrzeugs sei beschädigt – um sofort mehrere Hundert Euro in bar zu kassieren. Wer jedoch Ruhe bewahrt, die Polizei ruft und nicht zahlt, bringt die Täter meist zur Aufgabe. Diese Informationslage gibt nun Sicherheit für reisende Deutsche.


Das Wichtigste im Überblick

  • Der ADAC warnt am 9. Juli 2026 vor dem Spiegeltrick in Italien, bei dem betrügerische Unfallvortäuschung zum Erpressen von Bargeld dient
  • Üblicher Ablauf: Steinwurf oder lauter Knall signalisiert vermeintlichen Unfall, danach fordern Täter sofortige Zahlung für angeblichen Spiegel-Schaden
  • Häufig betroffen sind Wohnmobile oder Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen in Touristenregionen wie obere Adria oder Toskana
  • Richtige Reaktion: Nicht anhalten, Wertgegenstände sichern und auf Polizei bestehen – Täter brechen davon zumeist ab
  • ADAC rät dringend zur Vorsicht bei derartigen Szenarien im Urlaub


Krimineller Ablauf der Masche

Die Methode funktioniert über einen gezielt herbeigeführten Schreckmoment. Kriminelle werfen einen Gegenstand gegen das vorbeifahrende Fahrzeug und lösen so einen Knall aus. Daraufhin folgen sie dem Auto, überholen und signalisieren dem Fahrer dramatisch einen Schaden am Spiegel. Dieser wird häufig zusätzlich mit einem farbigen Kreidestrich versehen, um einen Kratzer vorzutäuschen. Anschließend fordern die Täter sofort Bargeld, oft im Bereich von 100 bis 250 Euro, ohne Polizei oder Versicherung einzuschalten – ein Ablauf, der laut ADAC am 9. Juli 2026 bestätigt wurde.


Betroffenes Publikum und Orte

Besonders ins Visier geraten Reisende mit ausländischen Kennzeichen – etwa Deutsche oder Schweizer – sowie Fahrerinnen und Fahrer von Wohnmobilen oder Gespannen. Die Masche tritt besonders entlang stark befahrener Routen in Italien auf, etwa im Bereich der oberen Adria, rund um Jesolo, Caorle oder in der Toskana. Die Opfer fühlen sich durch die Überraschung und Ortsunkundigkeit unter Druck gesetzt.

Schutzmaßnahmen für Reisende

Sobald ein untypisches Geräusch oder ein Knall ertönt, sollten Urlaubende keinesfalls sofort anhalten. Der ADAC empfiehlt, weiterzufahren, sofern kein sichtbarer Schaden besteht. Wer sich doch gestoppt fühlt, sollte im Fahrzeug bleiben, Türen verriegeln und sofort die Polizei rufen. Bereits der Hinweis auf diese mögliche Reaktion lässt die Täter zumeist verschwinden – ein Vorgehen, das sich als effektiv erwiesen hat.


Praktischer Rat für Reiseroute und Verhalten

Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet die aktuelle Warnung: Informieren Sie sich vor Reiseantritt über gängige Tricks wie den Spiegeltrick, insbesondere wenn Italien Teil Ihrer Route ist. Legen Sie die lokale Notrufnummer (in Europa etwa 112) griffbereit bereit. Außerdem empfiehlt sich eine Dokumentation mit dem Handy, falls sich ein Angestopptwerden nicht vermeiden lässt. Damit bleibt der Spiegeltrick oft wirkungslos – und der Urlaubsweg führt sicher weiter.