Akureyri: Queere Vielfalt in Island abseits der Hauptstadt
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Akureyri: Queere Vielfalt in Island abseits der Hauptstadt

Ein sicherer Hafen für LGBTIQ+

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16. Juli 2026

In Islands Norden, wo das Wetter oft launisch und das Licht magisch ist, überrascht Akureyri nicht nur durch seine Landschaft – sondern auch durch seine queere Vielfalt. Die Stadt, die fast an den Polarkreis grenzt, macht queeres Leben sichtbar - dort, wo es kaum jemand erwarten würde.


Island: Ein sicherer Hafen für queere Menschen

Island gilt insgesamt als Musterbeispiel für Akzeptanz und Offenheit. Bereits 2010 gehörte das Land zu den Ersten, die die Ehe für alle öffneten – mit Premierministerin Jóhanna Sigurðardóttir sogar erstmals mit einer offen lesbischen Regierungschefin. Die gesellschaftliche Akzeptanz queerer Männer und Frauen ist laut internationalen Umfragen außergewöhnlich hoch: Fast 90 Prozent der Isländerinnen und Isländer stehen LGBTIQ+-Personen grundsätzlich positiv gegenüber. Gerade in kleinen Orten wie Akureyri, die rund 20.000 Menschen zählt, machen Mut und Zusammenhalt die Gemeinschaft sichtbar – nicht trotz der Größe, sondern auch wegen ihr.


Queeres Leben abseits der Hauptstadt

Während Reykjavik für queere Events und bunte Pride-Paraden bekannt ist, gilt Akureyri als Gegenpol: zurückhaltender, näher am Alltag, aber keineswegs weniger offen. Der britische Fotograf Campbell berichtete, dass er anfangs fürchtete, zu wenige queere Männer für seine Porträtserie zu finden. Die Realität überwältigte ihn jedoch: Manche Begegnungen führten zu außergewöhnlich intimen Fotomomenten, wie einem landwirtschaftlichen Model oder einem trans* Mann, der sich voller Selbstbewusstsein zeigte.

„Die lokalen Communities empfingen mich mit einer so seltenen Offenheit, dass jeder Tag aufs Neue bewegend war“, schildert Campbell begeistert in einem Interview.


Dass ein britischer Fotograf in einer nordischen Kleinstadt, umgeben von Bergen und Fjorden, eine so lebendige queere Szene entdeckt, überrascht auf den ersten Blick. Doch Insider berichten, dass es genau diese Mischung aus Naturschönheit und solidarischer Atmosphäre ist, die Akureyri zu einem neuen Hotspot für queere Reisende macht. Viele Menschen aus der Szene bestätigen: Die dortige Community ist klein, aber unglaublich verbunden, queerfreundliche Cafés und Kulturveranstaltungen sind längst Alltag.


Sichtbarkeit als Botschaft

Der offene Umgang mit queeren Lebensweisen inspiriert viele – laut aktuellen Studien zieht es immer mehr queere Touristinnen und Touristen nach Island, die das entspannte, vorurteilsfreie Miteinander schätzen.

Bleibt die Frage: Wird Akureyri künftig als Paradebeispiel einer kleinen, dennoch bunten queeren Szene Europas gelten? Der Nördliche Polarkreis hat seine Rainbow-Side jedenfalls längst gefunden.