
Wie Dolly Parton mit „Dollywood" den Tourismus in Tennessee ankurbelt
Über 3,14 Millionen Besucher
Nach dem Tod der legendären Countrymusikerin Dolly Parton am 26. August 2026 würdigt Tennessee nicht nur ihr musikalisches Erbe, sondern auch das außergewöhnliche Vermächtnis ihres Freizeitparks "Dollywood". Der Park, der 1986 im Herzen der Great Smoky Mountains eröffnet wurde, ist heute ein Wahrzeichen und hat die kleine Gebirgsregion in einen international bekannten Tourismusmagneten verwandelt.
Das Wichtigste im Überblick
- Dolly Parton starb am 26. August 2026 im Alter von 80 Jahren.
- "Dollywood" empfing 2024 über 3,14 Millionen Besucher und zählt damit zu den beliebtesten Freizeitparks Nordamerikas.
- Seit der Eröffnung 1986 hat der Park langfristig Arbeitsplätze und neue Perspektiven für die Region geschaffen.
- Der Park bietet mehr als 50 Attraktionen auf 165 Hektar und ist eingebettet in die malerische Landschaft der Smoky Mountains.
- Tennessees Lokalregierung profitiert durch den Park von deutlich gestiegenen Steuereinnahmen, was Investitionen in Schulen ermöglicht.
"Dollywood" als Motor für den regionalen Tourismus
Die Wirkung von "Dollywood" auf die ländliche Region um Pigeon Forge ist beispiellos. Ursprünglich als Silver Dollar City gegründet, bekam der Park mit Dolly Parton nicht nur einen neuen Namen, sondern auch eine Vision: Die Arbeitslosigkeit in der strukturschwachen Smoky Mountain Region sollte sinken. Heute ist das Gelände ein farbenfrohes Mosaik aus Fahrgeschäften, dampfbetriebenen Zügen und Konzertbühnen, das jährlich Millionen Besucherinnen und Besucher anzieht, wie das Fachmagazin Attractions Magazine berichtet. Besonders die charakteristischen Achterbahnen wie der Big Bear Mountain oder der Wild Eagle locken Adrenalinsuchende und Familien gleichermaßen in das Gebirge.
Von bescheidenen Anfängen zum internationalen Anziehungspunkt
Dolly Parton, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen in Pittman Center, wollte ihren Erfolg nicht nur in Nashville feiern. Sie investierte gezielt in ihre Heimat. Bis heute gehört "Dollywood" zu gleichen Teilen einem privaten Betreiberkonsortium und der Parton-Familie. Diese enge Verbindung zur Musikerin spürt man überall: Von Showbühnen mit Live-Musik bis hin zu lokalen Handwerksständen und typischen Spezialitäten wie Cinnamon Bread zieht sich ihr Einfluss wie ein roter Faden durch das gesamte Areal. Die Parkgestaltung betont regionale Kultur und Geschichte, sodass sich ein Besuch wie eine Erlebnisreise durch das Appalachengebiet anfühlt.
Nachhaltige Folgen für Bildung und Infrastruktur
Schon bei der Gründung von "Dollywood" stand die Verbesserung der Lebensbedingungen in Tennessee im Mittelpunkt. Mit den wachsenden Besucherzahlen hat der Park den umliegenden Gemeinden geholfen, durch Steuerabgaben ihre Bildungs- und Freizeiteinrichtungen auszubauen. Laut Tennessees Tourismusbehörde sorgen die zusätzlichen Einnahmen für Investitionen in Schulen sowie Infrastrukturprojekte, darunter verbesserte Verkehrsverbindungen und Wanderwege.
Dolly Partons öffentliches Vermächtnis bleibt damit auch nach ihrem Tod eng mit dem Aufstieg der Smoky Mountains zum internationalen Reiseziel verflochten. Aktuell prüft die Parkleitung unter dem Dach von Herschend Family Entertainment neue Erweiterungen, um das Besucherangebot künftig auszubauen.

Dollywood

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