Gruseltourismus: Darum ist Koh Tao als „Todesinsel" bekannt
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Gruseltourismus: Darum ist Koh Tao als „Todesinsel" bekannt

Verlockung und Mystery in Thailand

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15. September 2026

Die thailändische Insel Koh Tao steht immer wieder im Fokus internationaler Aufmerksamkeit: Im Januar 2025 wurde ein irischer Tourist tot in einem Bungalow aufgefunden, nur wenige Wochen vor dem Verschwinden einer britischen Urlauberin nach einem Bootsbrand im März in der Nähe von Koh Samui. Damit setzt sich eine mysteriöse Serie von Todesfällen fort, die Koh Tao nicht nur für Reisende verlockend, sondern auch beunruhigend macht.


Das Wichtigste im Überblick

  • Auf Koh Tao kamen seit 2014 mindestens zehn Touristinnen und Touristen unter teils ungeklärten Umständen ums Leben.
  • Die thailändischen Behörden werden immer wieder für intransparente Ermittlungen kritisiert.
  • Im Januar 2025 starb ein irischer Reisender laut Obduktion an Herzversagen.
  • Im März 2025 verschwand eine britische Urlauberin nach einem Bootsbrand vor Koh Samui.
  • Die Insel bleibt trotz der negativen Schlagzeilen eines der beliebtesten Ziele für Taucherinnen und Taucher sowie Rucksackreisende.


Akute Vorfälle sorgen für neue Unsicherheit

Die paradiesische Kulisse Koh Taos ist für viele Rucksackreisende und Tauchenthusiastinnen sowie Tauchenthusiasten unwiderstehlich: Weißer Sand, türkisfarbene Buchten, entspannte Beach Bars. Die Nachrichtenlage jedoch rührt aktuell weniger von neuen Attraktionen als von zwei Todesfällen im ersten Quartal 2025 her. Nach Medienberichten, unter anderem von BBC und lokalen Behörden, wurde im Januar ein 21-jähriger Ire tot in seinem Bungalow entdeckt. Die Untersuchungsergebnisse deuten auf plötzlichen Herztod hin, doch die Häufung ungeklärter Todesfälle sorgt weiterhin für Misstrauen. Im darauffolgenden März verschwand eine 26-jährige Britin spurlos nach einem Feuer auf einem Touristenboot. Trotz erfolgreicher Rettungsaktion für andere Gäste bleibt sie weiterhin vermisst.


Ermittlungsarbeit bleibt international umstritten

Die Kritik an der Arbeit der thailändischen Polizei reißt nicht ab. Angehörige der Opfer prangern regelmäßig mangelnde Transparenz und schleppende Ermittlungen an, etwa im Fall der 2017 verstorbenen Belgierin Elise Dallemagne. Obwohl einige Todesfälle, wie das aktuelle Beispiel des irischen Touristen, medizinisch als unverdächtig gelten, bleibt die „Todesinsel“ ein Begriff. Laut Medienberichten wie von der Süddeutschen Zeitung sind insbesondere die offenen Fragen und widersprüchlichen Ermittlungsergebnisse Grund für den schlechten Ruf Koh Taos.


Sicherheitslage für Reisende bleibt mittelhoch

Das Auswärtige Amt stuft Thailand nach wie vor als mittelsicher ein, wie seine Sicherheitshinweise belegen. Reisesicherheitsexpertinnen und Reisesicherheitsexperten benennen kleinere Kriminalität als das größere Problem, geben jedoch auch Hinweise für Frauen, sich insbesondere nachts vorsichtig zu verhalten. Trotz der negativen Aufmerksamkeit zählt Koh Tao weiter zu den Magneten für Individualtourismus in Südostasien. Die Natur trumpft mit artenreichen Korallenriffen und günstigen Bedingungen für Tauchkurse auf, während Nachbarinseln wie Koh Samui von internationalen Ketten geprägt werden.

Koh Tao steht damit gegenwärtig sinnbildlich für das ambivalente Reiseerlebnis in Thailand: Zwischen tropischem Traum und existenzieller Unsicherheit, zwischen Backpackerparadies und polizeilicher Problemecke. Wer aktuell dorthin reist, sollte sich sorgfältig aufklären lassen und die jeweiligen Sicherheitshinweise beachten.