
Love Festival startet 2026 bei Glastonbury neu
Achtsamkeit statt Partytrubel
Zwischen uraltem Mystik-Ort und sanften Hügeln von Somerset beginnt am 29. August 2026 ein neu benanntes Retreat, das Glastonbury für viele queere Männer zu einem besonderen Reiseziel macht: Das „Love Festival“ richtet sich explizit an Männer, die Männer lieben – und schafft während seiner fünf Tage im EarthSpirit Centre bei Compton Dundon einen Raum für Heilung, bewusste Begegnung und innere Erneuerung. Die Organisatoren Richie Moore und Joey Tabone, beide erfahrene Tantra-Praktizierende, setzen dabei auf ein neuartiges Konzept, das Spiritualität, körperliches Wohlbefinden und Gemeinschaft ohne Alltagsdruck vereint.
Das Wichtigste im Überblick
- Das Love Festival findet vom 29. August bis 2. September 2026 im EarthSpirit Centre bei Glastonbury, Somerset, statt.
- Etwa 120 Teilnehmer können Workshops zu Meditation, Tantra, Consent, Körperwahrnehmung und bewusster Intimität besuchen.
- Das Festival ist drogen- und alkoholfrei, die Kleiderordnung ist optional, verschiedene Unterkünfte von Zelten bis Gästezimmern sind vor Ort verfügbar.
- Die Veranstalter betonen die aktive Wahrung von Grenzen, bewusste Kommunikation und ein inklusives, schambefreites Miteinander.
- Das Love Festival versteht sich als Weiterentwicklung des früheren Tantra Festivals, das erstmals 2013 in Wales stattfand.
Neue Begegnungsräume für queere Männer
Mitten im ländlichen Somerset, wo sich sanfte Weiden an geheimnisumwobene Hügel schmiegen und Glastonbury seit Jahrhunderten als spiritueller Knotenpunkt gilt, nimmt das Festival gezielt Abstand zu Szene-Locations wie Clubs, Bars oder Dancefloors. Stattdessen prägen Workshops rund um Meditation, Atmung, Massage und das Erleben von Körper und Nähe das Programm – alles in einem Setting, das auf Freiwilligkeit, Awareness und emotionale Sicherheit setzt. Ein zentrales Element ist dabei die bewusste Praxis von Consent und Kommunikation, die Teilnehmer einlädt, neue Formen von Intimität und Gemeinschaft zu erleben.
Bewusste Entschleunigung und Selbstannahme
Das Love Festival legt besonderen Wert auf ein drogenfreies, achtsames Umfeld und verzichtet bewusst auf Reizüberflutung. Ob morgens beim gemeinsamen Yoga, nachmittags bei einer Gesprächsrunde unter freiem Himmel oder nachts am Lagerfeuer: Hier sollen alle Teilnehmenden die Möglichkeit erhalten, Masken fallen zu lassen. „Dieses Festival ist dafür geschaffen, dass Menschen sich authentisch entfalten, erleben und verbinden können – spielerisch, frei, menschlich“, erklärt Richie Moore. Die Festivalleiter begleiten die Gruppe mit Empathie, Sensibilität und klaren Regeln. „Viele Männer berichten uns, wie sie sich im Alltag isoliert fühlen und beim Festival zum ersten Mal seit langer Zeit echten Kontakt und Körperakzeptanz erleben“, sagt Moore weiter.
Wurzeln und Wandel eines besonderen Retreats
Ursprünglich als Tantra Festival 2013 von Jason Tye und Ingo Brauer gegründet und bis vor kurzem von Wales aus geführt, erfolgte zum Jahr 2026 nicht nur ein Ortswechsel, sondern eine konsequente Neuausrichtung durch die neuen Köpfe Richie Moore und Joey Tabone. Der Name „Love Festival“ unterstreicht die Öffnung für verschiedene Methoden jenseits klassischer Tantra-Formen, darunter bewusste Kink-Techniken – immer mit Fokus auf Sorgfalt und gegenseitigen Respekt. Das Festival sieht sich als Antwort auf gesellschaftliche Entwicklungen im queeren Alltag wie App-Abhängigkeit, Oberflächendruck und toxische Männlichkeitsbilder.
Wichtige Fragen zum Thema
Welche Unterkunftsmöglichkeiten gibt es beim Festival? Die Besucher können zwischen Zimmer, Zelt, Yurt oder Caravan wählen, je nach Wunsch und Budget.
Wie wird für emotionale Sicherheit gesorgt? Workshops und Aktivitäten finden unter strengen Consent-Regeln und klaren Absprachen statt, zudem ist Alkohol und Drogenkonsum untersagt.
Warum gibt es eine Teilnehmerbegrenzung? Mit maximal 120 Gästen soll ein persönlicher, sicherer Rahmen garantiert werden, in dem individuelle Entwicklung möglich ist.
Ab September verlässt das Love Festival die Normen klassischer Partyreisen und setzt stattdessen Maßstäbe für bewusste Community-Angebote im queeren Reisekalender. Wer den Sommer 2026 mit echter Verbindung und Selbsterfahrung ausklingen lassen will, könnte in Somerset einen magischen Ort dafür finden.

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