Immer weniger Deutsche reisen an den Gardasee
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Immer weniger Deutsche reisen an den Gardasee

Preise steigen um bis zu 12%

kk
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16. Juli 2026

Eigentlich ein absoluter Sehnsuchtsort der Deutschen: Aber mmer weniger deutsche Urlauberinnen und Urlauber zieht es an den Gardasee in Italien. Reiseveranstalterinnen und Reiseveranstalter sowie Touristiker und Touristikerinnen melden einen klaren Rückgang aus Deutschland – gleichzeitig bleiben die Touristinnen und Touristen vor Ort auffällig gelassen angesichts steigender Preise und genießen weiterhin das südländische Flair.


Das Wichtigste im Überblick

  • Der Anteil deutscher Gäste am Gardasee ist laut aktuellen Zahlen im Frühling 2026 deutlich gesunken.
  • Viele Touristinnen und Touristen vor Ort nehmen die Preiserhöhungen am Gardasee gelassen hin.
  • Einige Gäste empfinden den Gardasee sogar noch als günstiger im Vergleich zu anderen Reisezielen in Italien.
  • Lokale Händlerinnen und Händler sowie Hoteliers spüren die Veränderungen, sehen aber weiterhin internationales Interesse.
  • Die Kosten für Übernachtung und Gastronomie sind im Vergleich zu 2023 im Schnitt um 8 bis 12 Prozent gestiegen.


Spürbar weniger Deutsche – doch entspannte Stimmung

Wer derzeit durch die malerischen Gassen von Sirmione oder Bardolino am Gardasee schlendert, bemerkt: die Dominanz der deutschen Sprache ist schwächer. Nach Angaben des italienischen Fremdenverkehrsamts ISTAT sind die Buchungen deutscher Touristinnen und Touristen für das laufende Frühjahr messbar rückläufig – insbesondere im Vergleich zu den noch sehr starken Jahren 2018 bis 2022. Händlerinnen und Händler berichten von weniger bekannter Kundschaft, bleiben aber zuversichtlich. Die meisten Reisenden, die weiterhin kommen, zeigen sich unbeeindruckt vom Preisanstieg und nutzen die Nebensaison bewusst aus.


Preissteigerungen treffen den Gardasee – aber nicht nur ihn

Die üblichen Mitbringsel, das Eis am Seeufer oder das tägliche Gläschen Wein, sind teurer geworden. Die Betreiberin eines Restaurants in Bardolino, Maria Zorzi, berichtet:

„Natürlich haben wir die Preise anpassen müssen. Doch die meisten Gäste nehmen das erstaunlich locker hin.“ Tatsächlich ist der Gardasee laut Zahlen der Handelskammer Verona im Schnitt um rund 10 Prozent teurer geworden. Dennoch ist das Preisniveau noch oft günstiger als etwa in der Toskana oder rund um den Comer See, wie aktuelle Reisevergleiche der ADAC und anderer Anbieter belegen. Einige deutsche Besucherinnen und Besucher geben sogar an, dass sie nach wie vor bewusst an den Gardasee reisen, weil es dort für Familien besser kalkulierbar bleibt.


Hintergründe: Gardasee im Wandel

Schon 2023 hatten Regionen wie Veneto und Lombardei, zu denen der Gardasee zählt, einen leichten Rückgang deutscher Gäste festgestellt. Gründe dafür sind neben den Kostensteigerungen auch ein verändertes Reiseverhalten: Viele Deutsche entdecken neue Ziele in Fernost oder bevorzugen ost- und südosteuropäische Destinationen, wo ihr Urlaubsgeld mehr zählt. Die lokalen Behörden setzen verstärkt auf nachhaltige Angebote und neue Erlebnisse, um die Attraktivität zu erhalten. Auch immer mehr Reisende aus den Niederlanden und Osteuropa füllen nun die Unterkünfte am See.


Wichtige Fragen zum Thema

Sind jetzt weniger Touristinnen und Touristen insgesamt am Gardasee? Nein, viele Quartiere sind weiterhin gut belegt, nur der Anteil der deutschen Gäste ist zurückgegangen.

Wie haben sich die Preise konkret geändert? Im Schnitt liegt der Anstieg bei Unterkünften und Gastronomie zwischen 8 und 12 Prozent gegenüber 2023.

Wo bleibt der Gardasee im Preisvergleich? Im Vergleich zu anderen italienischen Urlaubszielen wie der Toskana oder Capri gilt der Gardasee noch als preiswerter, was ihn für Familien attraktiv macht.


Ausblick und offene Fragen

Für den Sommer 2026 erwarten Beobachterinnen und Beobachter stabile bis leicht rückläufige Buchungszahlen aus Deutschland. Die Touristikerinnen und Touristiker bleiben optimistisch, dass die Mischung aus kulinarischem Angebot, Natur und Aktivitäten weiterhin Gäste anzieht. Es bleibt abzuwarten, ob und wie neue Maßnahmen der Region für nachhaltigen Tourismus die Nachfrage verändern werden. Doch für Reisende, die kommen, bleibt das Lebensgefühl am Gardasee beeindruckend gelassen – trotz aller Veränderungen.