
Zehn spektakuläre Rennradrouten rund um die Welt
Für Training und Fernweh
Weltweite Rennrad-Abenteuer: Zehn außergewöhnliche Ziele für Asphalt-Entdecker
Abenteuerlustige Rennradfahrer*innen stehen 2024 vor einer neuen Auswahl spektakulärer Routen rund um den Globus: Zehn selten befahrene Strecken, die von den sturmbeständigen Färöer-Inseln bis zu den Höhen des Himalaya führen, rücken für neugierige Radreisende ins Rampenlicht. Diese handverlesenen Destinationen zeichnen sich durch landschaftliche Dramatik, extreme Anstiege sowie kulturelle und klimatische Vielfalt aus. Wer nach Erlebnissen sucht, bei denen jede Pedalumdrehung zu einer kleinen Expedition wird, findet nun Anregungen über die bekannten Klassiker wie Alpe d’Huez und Mallorca hinaus.
Das Wichtigste im Überblick
- Der Wuling Pass in Taiwan gilt mit 87 Kilometern Steigung bis auf 3.275 Meter als einer der härtesten Anstiege weltweit.
- In Ruanda, Austragungsort der UCI-Straßenrad-WM 2025, erwarten Radfahrer*innen endlose Hügel und radsportbegeisterte Einheimische.
- Die Färöer-Inseln bieten dramatische Straßenlandschaften und Unterseetunnel, die den Radverkehr zwischen den Inseln ermöglichen.
- Kolumbiens Alto de Letras ist mit 80 Kilometern Bergauffahrt zum höchsten Punkt aller asphaltierten Passstraßen das Revier der Kletterer.
- In Bhutan erlaubt das limitierte Tourismusmodell Zugang zu spirituellen Himalaya-Routen wie dem Dochula Pass.
Extreme Anstiege auf neuen Kontinenten
Der Wuling Pass in Taiwan beginnt auf Meeresniveau an der Ostküste und führt in 87 herausfordernden Kilometern auf den 3.275 Meter hohen Gipfel – ein Anstieg, der in Asien unter Ausdauersportlern als Prüfstein gilt. In Kolumbien müssen sich Fahrer*innen für den Alto de Letras nicht nur auf 80 Kilometer permanente Steigung, sondern auch auf Klimazonenwechsel von tropisch bis karg einstellen. Auf Maui, Hawaii, windet sich die Straße von Meereshöhe bis zum Vulkan Haleakalā auf 3.055 Meter – durch Eukalyptuswälder und bizarre Mondlandschaften.
Regionen fernab touristischer Trampelpfade
Afrikas Ruanda etabliert sich dank glattem Asphalt und begeisterter Bevölkerung als radsportbegeistertes Land. Auf den Färöer-Inseln wird jede Ausfahrt zum Naturfilmpatz: Schmale Straßen schmiegen sich an Klippen, Wind und Wetter fordern Mensch und Material. In Japan verzaubert der höchste Asphaltpass des Landes, Mount Norikura, mit auto- und abgasfreier Strecke, vorbei an Affen und entlang dichter Wälder.
„Wer etwa auf der Great Ocean Road in Victoria, Australien, unterwegs ist, erlebt mit jedem Kilometer dramatische Küstenblicke und den überraschenden Wechsel ins Regenwaldklima des Otway National Park“, berichtet der australische Ex-Profi Cadel Evans, dessen Gran Fondo zu den beliebtesten Rad-Events des Landes zählt.
Spirituelle und architektonische Momente
Im Königreich Bhutan, das Bruttonationalglück misst und Besucherzahlen streng begrenzt, führen schwere Straßentouren auf über 3.000 Meter und vorbei an Klosterburgen, bunten Gebetsfahnen und jahrhundertealten Traditionen. In Rumänien windet sich die Transfăgărășan-Hochstraße in Kurven durch die Karpaten, während im Oman am Jebel Akhdar Rampen mit bis zu 20 Prozent Steigung selbst trainierte Athlet*innen fordern.
Wichtige Fragen zum Thema
Welche Ziele sind für Hobby-Sportler*innen geeignet? Destinationen wie Ruanda und die Great Ocean Road bieten weniger extreme, aber eindrucksvolle Streckenabschnitte und sind auch für ambitionierte Freizeitradler*innen machbar.
Ist für die asiatischen Pässe besondere Vorbereitung ratsam? Wer in Taiwan, Bhutan oder Japan fahren möchte, sollte Höhenanpassung einplanen und sich auf dünnere Luft und wechselhafte Klimazonen vorbereiten.
Wie lässt sich eine solche Reise organisieren? Zahlreiche lokale Touranbieter stellen Routen, Transfers und Leihmaterial bereit – sicheres Radreisen ist so auch abseits Europas garantiert.
Die neuen Ziele zeigen: Jenseits der schnell ausgetretenen Pfade beginnen die Geschichten, die Radfahrer*innen noch Jahre später erzählen werden. Welche Straße als nächstes auf der persönlichen Bucketlist landet, entscheidet nicht nur das Streckenprofil, sondern ebenso das Fernweh nach echten Abenteuern.

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