Der „Gardasee des Balkans“ ist noch ein echter Geheimtipp
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Der „Gardasee des Balkans“ ist noch ein echter Geheimtipp

Neuer Grenzübergang, neue Wander- und Radwege

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27. August 2026

In der Region rund um den Prespasee bahnt sich derzeit ein bedeutender Fortschritt an, der die entlegene „Gardasee‑Analogie des Balkans“ allmählich in Richtung eines zugänglicheren, nachhaltigen Reiseziels wandeln könnte: Die EU-finanzierte Neuanlage eines Grenzübergangs zwischen Nordmazedonien und Griechenland samt Ausbau umweltfreundlicher Tourismuswege erhielt grünes Licht – ein Schritt mit spürbaren Auswirkungen für Reisende abseits ausgetretener Pfade.


Das Wichtigste im Überblick

  • Die Prespa-Region zwischen Nordmazedonien und Griechenland soll künftig besser erreichbar werden. Ein neuer Grenzübergang bei Markova Noga könnte ab 2027 die direkte Verbindung deutlich erleichtern.
  • Wander- und Radwege werden ausgebaut, um Natur- und Kulturstätten grenzüberschreitend zu verbinden. Das Projekt soll nachhaltigen und sanften Tourismus fördern.
  • Für die Infrastruktur sind rund 7,7 Millionen Euro vorgesehen, davon stammen 80 Prozent aus EU-Mitteln. Die Fertigstellung ist bis Ende 2027 geplant.
  • Weitere EU- und UNDP-Förderungen unterstützen unter anderem Abwasser- und Abfallmanagement, Landwirtschaft, Energieeffizienz und lokale Unterkünfte – mit dem Ziel, Natur und Gemeinden gleichermaßen zu stärken.
  • Für Reisende, darunter auch LGBTIQ+-Touristen, entstehen dadurch mehr Möglichkeiten für individuelle Reisen. Die Region könnte sich damit zu einem attraktiveren Ziel für Natur-, Kultur- und Aktivurlaub abseits des Massentourismus entwickeln.


Ausbau von Wander- und Radwegen

Schon im Dezember 2024 genehmigte das grenzüberschreitende INTERREG‑Programm „Greece–North Macedonia 2021‑2027“ ein strategisch wichtiges Projekt: Die Errichtung eines neuen Grenzübergangs im Prespaseegebiet. Das Vorhaben umfasst den Bau einer Polizeizollstation auf griechischer Seite sowie die Modernisierung der Infrastruktur im benachbarten Nordmazedonien. Begleitet wird dies vom Ausbau von Wander- und Radwegen, die bedeutsame Natur- und Kulturräume vernetzen. Das Gesamtbudget beträgt rund 7,7 Millionen Euro, finanziert zu 80 Prozent durch die EU, mit geplanter Fertigstellung bis Ende 2027. Dieser Ausbau soll nachhaltigen Tourismus stärken und die Region in ihrer ökologischen Vielfalt besser erschließen.

Parallel dazu existiert der «EU for Prespa»-Fonds: Ein von EU und UNDP initiiertes Programm, das mit knapp 13,7 Millionen Euro auf langfristige Stärkung der Region abzielt. Es fördert Maßnahmen zur Abwasser- und Abfallwirtschaft, zur landwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Tourismusinfrastruktur – darunter Wege, Energieeffizienz und lokale Vermietungsangebote. Damit wird nicht nur Natur- und Klimaschutz unterstützt, sondern gleichzeitig die Lebensqualität und Einnahmequellen der Gemeinden nachhaltig verbessert.


Ein neuer Zugang, ein neues Reisegefühl

Für reisefreudige Entdeckerinnen und Entdecker bedeutet das Potenzial für echten Mehrwert: Die Neugestaltung des Grenzübergangs „Markova Noga“ – oftmals Symbol einer schweren Erreichbarkeit – könnte ab 2027 die direkte Verbindung zwischen Nordmazedonien und Griechenland erheblich erleichtern. Damit verkürzt sich die Reisezeit, Fernverkehr über große Umwege wird überflüssig. Zugleich lädt die Republik neue Wege in eine geschützte, naturbelassene Landschaft ein.

Die finanzielle Förderung lokaler Unterkünfte, neue Wander- und Radwege, ergänzt durch Bildungs- und Marketingprojekte, öffnen die Region noch stärker für Individualreisende, Naturbegeisterte und Kulturliebhaberinnen. Der Ausbau bleibt umweltverträglich: In der Tradition bestehender Schutzgebiete wie des Pelister-, Galicica- und Prespa-Nationalparks wird Wert auf sanfte Erschließung gelegt.

Für LGBTIQ+-reisende Menschen ist die entstehende Infrastruktur besonders relevant. Neue Zugänge schaffen mehr Optionen für individuelle, sichere und flexible Reisegestaltung – etwa durch gezielte FAM‑Tours und Networking‑Veranstaltungen, die demnächst stattfinden werden, um lokale Anbieter zu stärken und zu verbinden.

Damit zeichnet sich eine lohnende Perspektive ab: Wer unberührte Buchten, seltene Vogelarten oder die stillen Steinhäuser auf Agios Achillios erleben möchte, kann sich bald auf bessere Erreichbarkeit und nachhaltige Angebote freuen. Als Nächstes bleibt abzuwarten, wann genau der Übergang „Markova Noga“ offiziell eröffnet und wie schnell Wege und Infrastruktur tatsächlich begehbar oder befahrbar sein werden.

So verschmelzen Natur, Kultur und grenzüberschreitende Kooperation zu einem Reiseangebot, das gleichermaßen Aufmerksamkeit verdient – und langsam, aber spürbar für Reisende öffnet.