
Diese Inseln gelten als die Seychellen Europas
Lichadonisia in Griechenland
Die Inselgruppe Lichadonisia vor Euböa wurde am 10. Juni 2026 in den EU‑Strategieplan für Inseln aufgenommen und erhält erstmals gezielte Unterstützung für nachhaltigen Tourismus. Die Europäische Kommission will damit lokale Wirtschaft, Umwelt‑Resilienz und digitale Anbindung stärken – eine Entwicklung, die für Reisende ab sofort sichtbare Verbesserungen bringen kann und die "Seychellen Europas" für Urlaubende spannend macht.
Das Wichtigste im Überblick
- Die Lichadonisia wurden am 10. Juni 2026 Teil der ersten EU‑Strategie für Inseln
- Gezielte Förderung soll nachhaltigen Tourismus, Klimaanpassung und digitale Erschließung ermöglichen
- Die sieben unbewohnten Inseln sind seit längerem Natura‑2000‑Gebiet (GR2420013) wegen der dort lebenden Mittelmeer‑Mönchsrobbe
- Monolia, die größte Insel, war bis in die 1960er‑Jahre bewohnt und verfügt über einen Olivenhain
EU‑Förderung hebt Tourismus nachhaltig
Mit der neuen Strategie der Europäischen Kommission erhalten Inseln wie die Lichadonisia erstmals einen Rahmen für gezielte Unterstützung. Investitionen sollen Anreise‑Wege verbessern, digitale Infrastruktur stärken und Umweltschutz mit lokalen Wirtschaftszielen verbinden. Damit könnten künftig Bootstouranbieter, die die Inseln bedienen, technische Fördermittel erhalten.
Schutzstatus und ökologische Bedeutung
Die Inseln Lichadonisia bilden seit langem eine geschützte Zone im Natura‑2000‑Netzwerk mit der Kennnummer GR2420013. Dieser Status begründet sich insbesondere durch die Vorkommen der stark bedrohten Mittelmeer‑Mönchsrobbe. Das Schutzgebiet umfasst rund 3983,63 Hektar, davon rund 87 Prozent Meeresfläche.
Mythos und Landschaft im Überblick
Geologisch entstanden die Inseln durch vulkanische Aktivität im Quartär und trennten sich später durch tektonisches Absinken von Euböa ab. Die Namen stammen aus der Mythologie: Lichadonisia erinnert an Lichas, den Gefährten des Herakles. ∘ Monolia, die größte Insel, blieb bis in die 1960er‑Jahre bewohnt. Sie besitzt einen alten Olivenhain, während Strongyli steil bewaldet ist.
Bedeutung für Reisende und Schutzmaßnahmen
Durch die Einbindung in die EU‑Strategie dürften Tourismus‑Infrastrukturen wie Bootsverbindungen, Informationsangebote und Besucherlenkung verbessert werden. Gleichzeitig bleibt es entscheidend, dass ökologische Schutzmaßnahmen erhalten bleiben – etwa Bootsgeschwindigkeitsbegrenzungen und Abstandsregeln zum Schutz der Robbenpopulation. Forscher schlagen zudem gezielte Aufklärungskampagnen für Touristen und Touristinnen sowie Anbieter vor.
Nächster Schritt: Managementplan erwartet
Als nächster bestätigter Schritt steht die Integration der Lichadonisia in einen regionalen Managementplan an, der vom zuständigen Management‑Körper für Schutzgebiete Euböas entwickelt werden muss. Dabei ist entscheidend, wie die Förderung in konkrete Maßnahmen wie Verkehrsregeln, touristische Infrastruktur und Naturschutz einfließt.

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