Skurril: Immer mehr Kreuzfahrtreedereien gehen gegen Quietscheenten vor
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Skurril: Immer mehr Kreuzfahrtreedereien gehen gegen Quietscheenten vor

Beliebte Duck-Hide-and-Seek-Tradition

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9. September 2026

Marella Cruises hat kürzlich eine ungewöhnliche, aber bei vielen Kreuzfahrtfans beliebte Tradition offiziell untersagt: das Verstecken von Quietscheenten an Bord. In einem humorvoll formulierten Newsletter, der Passagiere auf mehreren Schiffen der TUI-Marke erhielten, heißt es: „So kindly ask that toys, novelty items and other personal bits aren’t left or hidden around the ship or at our destinations.“ Hintergrund seien Sicherheitsrisiken durch herumliegende Gegenstände sowie Umweltschutzanliegen im Kampf gegen Plastikmüll.


Das Wichtigste im Überblick

  • Marella Cruises verbietet das Verstecken von Quietscheenten an Bord und an Reisezielen künftig offiziell. Als Gründe nennt die Reederei vor allem Sicherheit und Umweltschutz.
  • Auch Dekorationen an öffentlichen Bereichen und Kabinentüren wie Flaggen, Banner, Sticker oder Magnete sollen aus Sicherheits- und Gestaltungsgründen unterbleiben.
  • Andere Reedereien gehen ähnlich vor: Disney Cruise Line untersagt die Enten bereits, während Royal Caribbean bestimmte Bereiche auf einzelnen Schiffsklassen zur Quietscheenten-freien Zone erklärt hat.
  • Der Trend zum sogenannten Duck-Hide-and-Seek entstand etwa 2018 und wurde durch soziale Medien immer beliebter. Gefundene Enten werden meist behalten oder erneut versteckt.
  • Hintergrund der Einschränkungen sind mögliche Stolperfallen, Schäden an Einrichtungen oder Pflanzen sowie Plastikmüll. Wer den Spaß weiterführen möchte, sollte sich auf erlaubte Bereiche oder organisierte Aktionen beschränken.


Auch weitere Traditionsbräuche geraten ins Visier: Marella verweist zusätzlich darauf, öffentliche Bereiche und Kabinentüren nicht mit Flaggen, Bannern, Stickern oder Magneten zu verzieren. Solche Dekorationen könnten die Schiffsästhetik stören oder im Ernstfall Sicherheitsmaßnahmen wie Evakuierungsrouten behindern.

Die Reaktion markiert keine Einzelaktion: Disney Cruise Line untersagt das Verstecken von Quietscheenten in Kabinen oder öffentlichen Bereichen bereits verbindlich. Crewmitglieder entfernen gefundene Enten offenbar regelmäßig – eine Praxis, die auch über das Kundenforum planDisney bestätigt wird.

Royal Caribbean steuert auf differenzierte Weise nach: Auf Oasis- und Icon-Klasse-Schiffen sind bestimmte Bereiche wie „Central Park“, ein begrüntes Deck, zur Quietscheenten-freien Zone erklärt worden. Diese Maßnahme dient dem Schutz der dortigen Pflanzenwelt, die durch Suchende beschädigt wurde.


Eine Tradition stößt ans Tageslicht – warum sie so reizvoll ist

Der Ursprung dieses Trends liegt im Familienspaß: Seit etwa 2018 verstecken Kreuzfahrtgäste kleine Gummienten an Bord, oft liebevoll beschriftet mit Namen, Schiff und Datum. Wer sie findet, darf sie behalten oder weiter verstecken. Der Spaß verbreitete sich über soziale Medien – insbesondere eine Facebook-Gruppe mit mehr als 300 .000 Mitgliedern trägt zur Popularität bei-

Doch die logistischen und ökologischen Bedenken haben die Branche zum Handeln veranlasst. Losgelöste Quietscheenten können auf Bordgängen zur Stolperfalle werden, in Technikräumen liegen bleiben oder unachtsam über Bord geworfen werden. Für Crew und Umwelt stellt das ein ungewolltes Problem dar.

Für reisefreudige LGBTIQ+-Urlaubende oder jede andere Gruppe ergeben sich daraus ganz praktische Folgen: Die Freude an gemeinschaftlichen, kreativen Aktionen wie dem Duck-Hide-and-Seek wird durch neue Regeln eingeschränkt. Wer diese Tradition weiterhin erleben möchte, kann sie privat innerhalb der eigenen Kabine pflegen oder bei genehmigten Aktivitäten, etwa organisierten Spielen, teilnehmen.

Dieser Schritt von Marella ist Teil eines größeren Trends, bei dem Kreuzfahrtunternehmen Freiräume für individuelle Bräuche gegen operative Sicherheit und Nachhaltigkeit abwägen. Ob weitere Traditionen ähnlich reguliert werden, etwa Dekorationen im eigenen Raum oder andere Gemeinschaftssymbole, bleibt offen – die Branche nähert sich zunehmend einem klar strukturierten Miteinander an.