Ägypten und Türkei verweigern LGBTIQ+-Kreuzfahrtschiff Einfahrt
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Ägypten und Türkei verweigern LGBTIQ+-Kreuzfahrtschiff Einfahrt

Neue Route nach Absagen

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13. Juli 2026

Ein LGBTIQ+--Kreuzfahrtschiff, die Scarlet Lady der Reederei Virgin Voyages – gechartert von Atlantis Events –, wurde sowohl in der Türkei als auch kurz darauf in Ägypten die Einfahrt verweigert. Dieser beispiellose Vorgang wirft ein Schlaglicht auf die anhaltende Unsicherheit für queere Reisende in Teilen des Mittelmeerraums.


Das Wichtigste im Überblick

  • Die Scarlet Lady mit rund 2 .000 Passagierinnen und Passagieren an Bord durfte nicht in Alexandria (Ägypten) anlegen-
  • Zuvor hatte die Türkei den Reisehäfen in Kuşadası und Istanbul eine Absage erteilt und auf Abweichung von „moralischen Werten“ verwiesen.
  • Atlantis Events meldete, man sei über die Ablehnung überrascht, da im Vorjahr eine ähnliche Route ohne Zwischenfälle verlief.

Die zweite Absage durch Ägypten traf die Scarlet Lady auf offener See, nur etwa 100 Seemeilen vor Alexandria. Laut Mitteilung an die Reisenden wurde der Hafenbesuch „früher am Morgen“ kurzfristig untersagt. Atlantis Events zeigte sich tief enttäuscht und betonte, man habe hart gearbeitet, um den Zwischenstopp zu ermöglichen.


Bedeutung für queeres Reisen

Reisende berichteten von emotionaler Belastung, aber auch bemerkenswerter Resilienz: „Es fühlt sich an wie wieder einmal ein Nein – nur weil wir sind was wir sind, das ist nicht in Ordnung“, erklärte ein Passagier namens Josh. Ein anderer kommentierte, dass die Stimmung an Bord trotz allem positiv und solidarisch geblieben sei.


Hintergrund der Routenänderungen

Die ursprüngliche Route war über lange Zeit stabil und gut geplant. Die Absage durch die Türkei kam erstmals – mit Verweis auf widersprüchliche gesellschaftliche Normen. In Ägypten blieb eine offizielle Begründung aus. Rechtlich ist in Ägypten gleichgeschlechtliche Sexualität ein Tabu und mit Strafverfolgung verbunden – etwa durch Artikel 629 des Strafgesetzbuchs mit bis zu 15 Jahren Haft.


Was als Nächstes geschieht

Atlantis Events und Virgin Voyages arbeiten an einer neuen Route. Geplant sind nun Angelplätze in Chania (Kreta) und Kotor (Montenegro). Die Frage bleibt, ob künftig konservativ geprägte Mittelmeerländer formelle Vorgaben gegen LGBTIQ+-Reisende erlassen oder ob dies eher Ausnahmen aufgrund öffentlicher Aufmerksamkeit sind.

So wird diese Kreuzfahrt zum Symbol für bestehende Unsicherheiten trotz Fortschritten in Teilen der Welt – und zeigt, wie queere Urlaubserlebnisse auch 2026 noch politisch aufgeladen sein können.