
USA: Mount Blue Sky Scenic Byway wieder geöffnet
Reservierung jetzt Pflicht
Reisende dürfen sich ab sofort wieder auf ein unvergessliches Erlebnis in luftigen Höhen freuen: In Colorado wurde die berühmte Panoramastraße Mount Blue Sky Scenic Byway nach einer längeren Pause wieder geöffnet. Die Passstraße, die als höchste asphaltierte Straße Nordamerikas gilt, lockt nicht nur mit spektakulären Aussichten, sondern markiert einen Höhepunkt für Abenteurerinnen und Abenteuern sowie Naturfans in den Rocky Mountains – im wahrsten Sinne des Wortes.
Das Wichtigste im Überblick
- Die Mount Blue Sky Scenic Byway reicht bis zu 4.307 Meter hoch.
- Die Straße war den Sommer 2025 wegen Reparaturarbeiten gesperrt.
- Ein Ticket mit Reservierung ist erforderlich und kostet 22 US-Dollar pro Auto.
Rekordnaher Start in die Sommersaison
Schon die Anfahrt zum Startpunkt in Idaho Springs verheißt Großes: Über satte Serpentinen bahnt sich der Byway seinen Weg durch dichte Tannenwälder, hochalpine Wiesen und vorbei an rauschenden Bächen. Mit jedem gefahrenen Kilometer wechseln Flora, Klima und Ausblick dramatisch. Nach etwa 45 Kilometern und 2.100 Höhenmetern erreicht man den Parkplatz am Ende der Strecke – nur einen Steinwurf entfernt vom 4.348 Meter hohen Gipfel des Mount Blue Sky. Die Luft ist dünn, das Licht kristallklar, und bei gutem Wetter reicht der Blick bis nach Denver und weit in die Weiten Colorados hinein.
Auf der Fahrt eröffnet sich ein faszinierender Mikrokosmos der Rocky Mountains: Pfeifhasen huschen über die Felsen, Murmeltiere lugen aus ihren Bauen, und mit etwas Glück zeigen sich Bergziegen oder beeindruckende Dickhornschafe entlang der Route. Der Wechsel aus steilen Felsabbrüchen und sanften Bergwiesen macht jede Kurve zu einem kleinen Naturkino.
Zugang nur mit Reservierung
Um den Schutz dieser einmaligen Hochgebirgswelt zu gewährleisten, hat die US-Regierung strikte Zugangsregeln etabliert: Wer die Straße befahren will, muss ein Zeitfenster über die offizielle Plattform recreation.gov buchen. Drei Viertel der Tickets werden jeweils 30 Tage im Voraus freigegeben, das letzte Viertel nur zwei Tage vorher – besonders für spontane Roadtrips lohnt es sich also, früh dran zu sein. Ein Ticket pro Pkw schlägt mit 22 US-Dollar zu Buche, Motorräder sind mit 17 Dollar etwas günstiger, Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen kostenlos passieren. Ohne gültige Reservierung bleibt die Zufahrt verwehrt.
Die Öffnung des Byway markiert das Ende einer mehrmonatigen Sperrung, die im letzten Sommer wegen umfassender Reparaturarbeiten erforderlich war. Jetzt ist die Saison offiziell eröffnet – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, denn Schnee und Sturmböen können auf dieser Höhe auch im Juni jederzeit für kurzfristige Schließungen sorgen.
Eine Straße mit Geschichte
Bereits 1927 wurde die Route als Weg für Abenteurerinnen und Abenteurer sowie Naturfreundinnen und Naturfreunde angelegt. Durch die hohe Lage und die teils extremen Bedingungen ist die Straße meist nur von Ende Mai bis Anfang September zugänglich. In dieser Zeit entwickelt sich das gesamte Hochplateau rund um den Mount Blue Sky zu einem Mekka für Wanderungen, Vogelkundlerinnen und Vogelkundler sowie Fotografinnen und Fotografen. Ein besonderes Highlight: Wer früh am Morgen unterwegs ist, erlebt das goldene Licht der aufgehenden Sonne, das die Gipfel in ein einzigartiges Farbenspiel taucht.
„Die Öffnung dieser Strecke ist jedes Jahr ein besonderes Ereignis“, heißt es aus dem Colorado Tourism Office. Und tatsächlich ist die Fahrt auf dem Mount Blue Sky Scenic Byway mehr als nur ein sommerlicher Ausflug – sie ist ein Perspektivwechsel, der weit in die Herzen der Rocky Mountains und ihrer schützenswerten Natur führt.
Was erwartet Besucherinnen und Besucher als Nächstes?
Mit der Öffnung des Byway startet auch die Saison für Ausflüglerinnen und Ausflügler, Naturbegeisterte und internationale Reisende. Wer diese außergewöhnliche Straße befahren möchte, sollte den Wetterbericht stets im Blick behalten und seine Reservierung rechtzeitig sichern. Fraglich bleibt, wie lange die Route diesmal zugänglich sein wird – denn das Hochgebirge lebt nach seinem eigenen Wetterkalender.

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