
Urlaub in Europa: Große Preisunterschiede bei Hotels
Bis zu 48 Prozent sparen
Für viele Urlauberinnen und Urlauber in Europa ist das Preisniveau für Hotels und Restaurants ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Reiseziels. Eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt markante Preisunterschiede in europäischen Ländern: Während Gäste in Teilen Südosteuropas für Übernachtung und Essen nur etwa die Hälfte der deutschen Preise zahlen, müssen Reisende in Nordeuropa zum Teil erheblich tiefer in die Tasche greifen. Gerade Sparfüchse entdecken durch diese Preis-Kluft neue Highlights und Favoriten für den Sommerurlaub.
Das Wichtigste im Überblick
- In Nordmazedonien lassen sich bei Hotels und Restaurants bis zu 48 Prozent im Vergleich zu Deutschland sparen.
- Spitzenreiter bei den hohen Preisen bleibt Island mit fast 50 Prozent Aufschlag gegenüber deutschen Preisen.
- Die Schweiz liegt mit ihren Preisen ebenfalls bei rund dem Doppelten des deutschen Niveaus.
- In Polen und Tschechien sind die Preise 12 beziehungsweise 30 Prozent niedriger als in Deutschland.
- Italien und Kroatien bieten eine Ersparnis von 2 beziehungsweise 9 Prozent für Hotel und Gastronomie.
Südosteuropa lockt mit günstigen Angeboten
Wer zwischen Olivenbäumen und azurblauen Wellen die Urlaubszeit genießen möchte, findet in Südosteuropa besonders günstige Konditionen. In Nordmazedonien zahlen Reisende für eine Hotelnacht oder ein ausgedehntes Menü im Restaurant im Schnitt nur rund 52 Prozent des deutschen Preises. Auch Bulgarien bietet eine vergleichbare Ersparnis mit 47 Prozent niedrigeren Preisen. Die klassischen Urlaubsziele Spanien und Portugal locken mit Einsparungen von 22 bis 30 Prozent. In Griechenland, Zypern und Malta dürfen sich Genießerinnen und Genießer ebenfalls über ein spürbar niedrigeres Preisniveau freuen – laut offizieller Statistik sinken die Kosten dort um 18 bis 20 Prozent im Vergleich zu Deutschland.
Hohe Preise im Norden und bei den Nachbarn
Ganz anders sieht es für Fernwehgeplagte aus, die sich nach skandinavischen Landschaften sehnen. Wer seinen Sommerurlaub in Island verbringt, zahlt für Unterkunft und Restaurantbesuch im Schnitt 49 Prozent mehr als in Deutschland. Norwegen und Dänemark stehen dem kaum nach: Landestypische Preise steigen hier auf ein Plus von 43 beziehungsweise 29 Prozent gegenüber deutschem Niveau. Die Reise ins benachbarte Ausland lohnt sich aus finanzieller Sicht nicht immer: In der Schweiz müssen Gäste für Essen und Hotel fast doppelt so viel wie hierzulande einplanen, Belgien und die Niederlande liegen mit 13 bzw. 14 Prozent ebenfalls spürbar höher. Eine Ausnahme bilden die Nachbarn im Osten: In Polen und Tschechien lassen sich bis zu 30 Prozent sparen.
„Mit diesen Unterschieden können Urlauber nicht nur ihr Reiseziel besser planen, sondern auch das Urlaubsbudget gezielter einsetzen“, erklärt eine Sprecherin des Statistischen Bundesamtes.
Hintergrund: Starke regionale Preisunterschiede in Europa
Die ermittelten Preisunterschiede beruhen auf einer aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamtes mit Stichtag April 2026. Grundlage der Auswertung sind Durchschnittspreise für Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche in 38 europäischen Staaten. Neben landestypischen Lebenshaltungskosten schlagen in den höheren Norden vor allem höhere Löhne, Transportkosten und ein allgemein hohes Preisniveau zu Buche. In Südwesteuropa wirken geringere Gehälter, niedrigere Steuern und oft günstigere regionale Produkte preisdämpfend auf Gastronomie und Hotellerie.
Wichtige Fragen zum Thema
Welche Länder punkten bei Preisbewussten am meisten? Vor allem Nordmazedonien, Bulgarien, Polen, Portugal und Tschechien bieten günstige Konditionen für Unterkunft und Essen.
Wo ist der Preisunterschied zum deutschen Niveau am größten? Island und die Schweiz verlangen für Hotels und Restaurants fast das Doppelte dessen, was in Deutschland gezahlt wird.
Lohnt sich ein Urlaub in klassischen Reiseländern wie Italien oder Spanien aus finanzieller Sicht? Auch dort bieten Hotels und Restaurants spürbare Ersparnisse, mit Italien bei 2 und Spanien bei 22 Prozent unter den deutschen Preisen.
Die neuen Berechnungen machen deutlich: Wer im Sommerzeit das familiäre Reisebudget schonen will, sollte bei der Wahl des Reiseziels genau hinschauen. Gerade weniger bekannte Balkanländer oder bewährte Destinationen wie Spanien können dieses Jahr mit besonders attraktiven Preisen punkten – während Skandinavien als Traumziel seinen Preis behält.

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