
Wenig Wasser in Seen – was das für den Urlaub bedeutet
Reisende und Tiere leiden
Der Wasserstand an europäischen Seen liegt derzeit so niedrig wie seit rund 15 Jahren nicht mehr – ein Zustand, der den Sommerurlaub in der Region deutlich beeinflusst.
Das Wichtigste im Überblick
- Ein Beispiel anhand des Bodensees zeigt die akuten Ausmaße der Trockenheit: Am Pegel Konstanz wird bereits Ende Mai ein Wasserstand von rund 305 Zentimetern gemessen, das sind 66 Zentimeter weniger als der langjährige Durchschnitt.
- Dieser Stand wurde zuletzt vor circa 15 Jahren erreicht.
- Ursache sind ein schneearmer Winter in den tieferen Lagen des Alpenraums und zu geringe Niederschläge, was den Zufluss über den Alpenrhein schwächt.
- Ohne anhaltenden und flächendeckenden Regen im Einzugsgebiet ist kein signifikanter Pegelanstieg zu erwarten.
Auswirkungen auf Urlaub und Umwelt
Die anhaltende Wasserarmut am Bodensee und den meisten europäischen Seen ist für viele Urlauberinnen und Urlauber schnell spürbar: Badegäste müssen weiter laufen, um bis zum Bauchnabel im Wasser zu stehen – am Konstanzer Hörnle etwa bis zu 50 Meter. Uferbereiche, die sonst unter Wasser liegen, liegen jetzt trocken. Die Bodensee-Schiffsbetriebe müssen ihre Routen anpassen, weil einige Anlegestellen schwer erreichbar sind, und Tret‑ und Ruderboote können teils gar nicht eingesetzt werden.
Auch die Tierwelt leidet: Watt- und Wasservögel wie Blässhühner und Haubentaucher verlieren trockengefallene Brutplätze. Manche Paare verzichten ganz auf die erste Brut, so dass im laufenden Jahr möglicherweise nur eine statt zwei Bruten gelingt.
Hintergrund: Klimatische Ursachen
Im Alpenvorland fehlt seit dem Winter der übliche Schnee, vor allem in den niedrigeren Höhenlagen. Das führt dazu, dass die Schneeschmelze bislang nur wenig Wasser in die Zuflüsse bringt. Gleichzeitig blieb es in den letzten Monaten weitgehend trocken. Dadurch führt der Alpenrhein, der wichtigste Zufluss des Sees, aktuell deutlich weniger Wasser als üblich.
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hält eine kurzfristige kleine Erholung durch beschleunigte Schneeschmelze für möglich, erachtet aber nur langanhaltenden Regen als Ausweg aus der kritischen Lage.
Nächste Schritte für Tourismus und Umwelt
Wie sich das Niedrigwasser auf längere Sicht entwickelt, hängt maßgeblich vom Wetter in den Alpen ab. Stabile Regenfälle könnten den Wasserstand zumindest kurzfristig verbessern. Für Touristinnen und Touristen ist es sinnvoll, lokale Hinweise zur Schifffahrt, Badestellen und Bootsanmietungen zu beachten. Für Naturschutzverantwortliche bleibt offen, wie die sensiblen Brutareale geschützt werden können, falls sich die Lage ohne Niederschläge nicht schnell erholt.
Ob der Wasserstand nur eine temporäre Eintrübung des Urlaubs wird oder sich als längerfristiges Problem entpuppt, wird entscheidend davon abhängen, ob es in den kommenden Wochen ausreichend regnet.

Immer weniger Deutsche reisen an den Gardasee

Tsunamiwarnung: So retten Reisende sich schnell in Sicherheit

Italiens Strandliegen 2026 deutlich teurer

Jetzt ganz offiziell: Hier ist es klar

Flussbad Unterer Letten

Strandbad Tiefenbrunnen

Flussbad Oberer Letten

Flussbad Au-Höngg

Water & Sound Festival: Waterways Re:Imagined – Einlass

Under Water Pride

Water & Sound Festival: Waterways Re:Imagined – Konzert von Laura Misch











